Kryo-Vulkan auf Saturnmond Titan


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(15) 09. 06. 2005: Eine kryovulkanische Struktur auf der Oberfläche Titans

Vulkan aus Eis auf Titan
Falschfarben-Radarbild der Oberfläche Titans Im Ausschnitt rechts oben ist eine schüsselförmige dunkle Struktur am linken Bildrand zu erkennen, rechts eine "Zunge" hellen Materials, dass dort aus dem Mondinneren auszufliessen scheint. Die Ausschnittbreite beträgt etwa 20 km (Bild aus: NASA/JPL, 2005).

Die Radarbilder, die Cassini bei einem der letzten Vorbeiflüge aufgenommen hatte, zeigen eine grössere Struktur an der Oberfläche des Mondes, die von den Wissenschaftlern als Vulkan gedeutet wird. Dort fliesst weiches Eis oder Wasser in Schloten aus dem Mondmantel an die Oberfläche und bildet junge Materialströme, die hell erscheinen.

Es zeichnet sich ab, dass der hohe Methangehalt der Atmosphäre auch auf dem beständigen Nachschub aus rezent aktivem Vulkanismus bezieht. Der atmosphärische Methankreislauf dürfte weniger wichtig sein, als gedacht, die früher vermuteten Methanmeere und Seen fehlen wohl weitgehend. Das flüssige Methan der Oberfläche ist eher in Sümpfen und im Substrat zu finden. Desgleichen fehlen indessen auch Einschlagskrater fast vollständig, was anderswo und hier zur mehrfachen Feststellung geführt haben, dass Titan geologisch bis heute sehr aktiv ist.

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© Dr. H. Sulzer 2004/2005


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