Falschfarben-Radarbild der Oberfläche Titans
Im Ausschnitt rechts oben ist eine schüsselförmige dunkle
Struktur am linken Bildrand zu erkennen, rechts eine "Zunge"
hellen Materials, dass dort aus dem Mondinneren auszufliessen
scheint. Die Ausschnittbreite beträgt etwa 20 km (Bild aus: NASA/JPL, 2005).
Die Radarbilder, die Cassini bei einem der letzten Vorbeiflüge aufgenommen hatte,
zeigen eine grössere Struktur an der Oberfläche des Mondes, die von den
Wissenschaftlern als Vulkan gedeutet wird. Dort fliesst weiches Eis oder Wasser
in Schloten aus dem Mondmantel an die Oberfläche und bildet junge Materialströme,
die hell erscheinen.
Es zeichnet sich ab, dass der hohe Methangehalt der Atmosphäre auch auf dem beständigen
Nachschub aus rezent aktivem Vulkanismus bezieht. Der atmosphärische Methankreislauf
dürfte weniger wichtig sein, als gedacht, die früher vermuteten Methanmeere und Seen
fehlen wohl weitgehend. Das flüssige Methan der Oberfläche ist eher in Sümpfen und
im Substrat zu finden. Desgleichen fehlen indessen auch Einschlagskrater fast vollständig,
was anderswo und hier zur mehrfachen Feststellung geführt haben, dass Titan geologisch
bis heute sehr aktiv ist.
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© Dr. H. Sulzer 2004/2005
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