Topographie des Titan


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(3) 29. 10. 2004: Topographie des Titan

Flaches Relief auf Titan
Diese topographische Messreihe zeigt ein überraschend flaches Relief auf Titan. Zum Vergleich in rot ein masstabsgleiches Profil der Topographie zwischen Holzminden und Cuxhaven. Höhenskala auf die Durchschnittshöhe der Messreihe auf Titan bezogen, stark überhöht. (Bild verändert nach: NASA/JPL, 2004).

Radarhöhenmessungen von Cassini zeigen ein überraschend flaches Relief. Die Höhenunterschiede betragen auf insgesamt fast 400 km vermessener Strecke weniger als 200 m. Diese Oberfläche läßt sich etwa mit der der norddeutschen Tiefebene vergleichen. Eine solche Ebene kann durch verschiedene Massenverlagerungsprozesse entstehen, etwa durch Erosion, bei der über der Durchschnittshöhe herausragende Bereiche abgetragen und Senken verfüllt werden. Des weiteren kann weniger starre Kruste, etwa Eis, durch hydrostatische Ausgleichsbewegungen auf duktilerem Untergrund nivelliert werden. Aus dem Untergrund hervorquellendes flüssiges oder zähflüssiges Material kann eine Landschaft überfluten. Die beobachteten Höhenunterschiede sind besonders im rechten Teil des Höhenprofils (s. Bild unten) so gering, dass hier auch eine Flüssigkeitsoberfläche vielleicht nicht ausgeschlossen werden kann. So ist berechnet worden, dass organische Flüssigkeiten unter den zu erwartenden Bedingungen auf Titan mit starken Winden und geringer Schwerkraft sehr hohe Wellen im Bereich bis 15 Meter Amplitude und mehr bilden könnten (2), was mit den gezeigten Messwerten unter Berücksichtigung von Messungenauigkeiten ("Rauschen") wahrscheinlich noch konsistent wäre.

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© Dr. H. Sulzer 2004/2007


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