Tektonische Strukturen auf dem Titan (Quelle: NASA/JPL, Cassini, 2004)
Nach den neuesten Aufnahmen zeigen sich die Wissenschaftler der NASA überrascht davon, dass auf den bisherigen Fotos Lichtreflexe von der Oberfläche Titans zu fehlen scheinen. Diese waren in der Annahme erwartet worden, dass Teile des Mondes möglicherweise durch organische Flüssigkeiten bedeckt sind.
Die auf den ersten Bildern sichtbaren Oberflächenmerkmale werden nach
ersten Auswertungen von den NASA-Wissenschaftlern für tektonische
Strukturen, etwa Gräben und Krustenstörungen, gehalten (s. Bild oben), was für eine
bedeutende geologische Aktivität des Himmelskörpers sprechen würde.
Titan wäre wohl groß genug, um eigene Wärmequellen in Form radioaktiver
Minerale im Mondkern zu besitzen, doch könnten, wie bei anderen Monden
der großen Planeten auch (Jupitermond Io,
Saturnmond Enceladus), hier
Gezeitenkräfte des Mutterplaneten eine Rolle bei der für tektonische
Bewegungen notwendigen Aufheizung und folgenden Mobilisierung des
Mondinneren spielen.
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© Dr. H. Sulzer 2004/2007
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